mo & bsd

Nach langer Zeit blogge ich mal wieder

Mir geht es gut, wircklich gut. Ich fühle mich endlich wieder lebendig, bin nicht mehr so niedergeschlagen und müde. Das liegt daran, dass ich die letzten Wochen mit meiner Familie bei meinen Großeltern zu Besuch war und in der Zeit abgeschottet von allem, einfach entspannen konnte. Es ist so ein befreiendes Gefühl wenn die Last des Alltags endlich mal von einem abfällt und man sich einfach gehen lassen kann.
Trotzdem bin ich froh, dass wir wieder da sind. Es waren sehr schöne Wochen, aber jetzt brauche ich wieder etwas Abwechslung. Die nächsten Tage erledige ich noch was zu erledigen ist und dann fahre ich für zwei Wochen mit Freundinnen ans Meer.

Zur Schule wollte ich noch sagen, dass ich die 11.Klasse mit ach und krach geschafft habe. Natürlich bin ich erleichtert, aber hauptsächlich macht es mir Angst. Dieses Jahr wird noch schwerer und ich glaube nicht, dass ich es schaffen werde. Am liebsten würde ich gar nicht erst anfangen, aufzugeben ist so viel einfacher und ich hab genug davon immer nur zu kämpfen. Ich glaube nicht, dass das einer verstehen kann, denn das tue ich ja selber nicht, aber für mich ist es der Horror dort. Wenn ich daran denke, vermiest es mir den Tag, deswegen verdränge ich es lieber und versuche meine Ferien zu genießen. Umso mehr ich mich damit beschäftige, umso demprimierter werde ich, also Schluss damit. Noch hab ich ja ein bisschen Zeit.

Ich wünsche euch noch erholsame Ferien und einen schönen Restsommer

9.8.10 22:55


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Wenn mich jemand fragt wie es mir geht, dann lautet die Antwort automatisch, dass alles gut sei. Unwichtig ob es in dem Moment stimmt, man sagt das, was von einem erwartet wird.Das hat sich schon so eingespielt, man denkt gar nicht weiter darüber nach.
Als ich letzte Woche in der Klinik war um eine Freundin zu besuchen und mich die Betreuer gefragt haben, wie es läuft, war es wieder dasselbe. Genau wie die Reaktion darauf, nämlich, dass ich auch so aussehen würde. Lächeln, sich bedanken, sagen man kommt schon zurecht. Mir kommt es so vor, als hätte ich aufgrund meines Gewichts, nicht mehr das Recht mich schlecht zu fühlen. Alle schließen daraus sofort, dass es mir fantastisch geht und die Esstörung weg sei. Wie soll ich da erklären, dass ich mich, auch wenn ich körperlich gesund bin, trotzdem so kaputt fühle. Ich will, dass mein Körper sich wieder anpasst und für mich spricht.
In diesem Zustand empfinde ich nur Hass und Ekel mir selbst gegenüber. Das lass ich leider auch an anderen aus, besonders an denen, die mir am Meisten bedeuten.In letzter Zeit bin ich schrecklich agressiv, vorallem mit meiner Mutter rede ich kaum und wenn, dann ruppig und nur das Nötigste. Ich will sie spüren lassen, wie es mir geht, wie wenig mir dieses angeblich wundervolle, normale Leben gefällt. Sie dafür bestrafen, dass sie mich so weit gebracht haben und mir erzählt haben es wäre viel besser, lebenswert. Jetzt bin ich dort und der einzige Unterschied zu früher ist mein Gewicht.Natürlich weiß ich noch, dass es mir vor einem Jahr auch nicht viel besser ging, aber ich war halt dünn.Das ist etwas, jetzt hab gar nichts mehr.
Ich weiß selbst, wie sehr mich die Magersucht damals eingeschränkt hat und ich weiß, dass es viele negative Seiten gab, aber es war nicht nur Schlechtes. Sie hat mir auch das Gefühl gegeben, etwas besonderes zu sein. Nicht unbedingt auf positive Weise, aber ich war anders.Ich gehörte nicht dazu, aber es war in Ordnung, weil ich nicht darum kämpfen musste mich den anderen anzupassen. Ich hatte meine Ruhe und stand nicht unter diesem Druck zu gefallen, weil ich nicht das Bedürfniss hatte unter Leuten zu sein. Ich hatte meine eigene kleine Welt, das war gut so und es hat mir gereicht. Ich musste nicht so tun, als wäre ich gut drauf, als wäre ich stark, man hat mir das Gegenteil angesehen. Man hat sich um mich gekümmert, weil die Menschen gemerkt haben, dass ich ihre Fürsorge brauchte. Zurzeit erscheinen mir diese Punkte wieder so verlockend. Als ich in der Klinik anfing zu essen, war ich so motiviert, weil es vieles gab, für das es sich gelohnt hat zu kämpfen. Das alles ist nicht weg, aber es rückt in den Hintergrund oder erscheint mir nicht wichtig genug. Es spricht im Moment nichts dafür, wieso ich nicht wieder abnehmen sollte, wie naiv das auch klingen mag.
Der Körper in dem ich jetzt stecke ist  für mich nicht auszuhalten, geschweige denn, zu akzeptieren. Jeden Morgen die gleiche Qual, sich in diese engen Jeans zu zwengen, die mir letztes Jahr noch vom Hintern gefallen sind. Wenn ich meine Schuhe anziehe und merke, dass sie drücken, weil sogar meine Füße größer geworden sind. Ich könnte bei jedem Blick auf meinen Körper anfangen zu weinen und nur der Gedanke daran, dass es nicht für immer sein muss, lässt mich das aushalten. Ich habe mittlerweile, von meinem Tiefstgewicht aus, 15kg zugenommen und seh nicht mehr aus wie früher. Ich kann mir nicht einmal mehr mein Gesicht im Spiegel anschauen, weil ich es sich so schrecklich verändert hat.


Tut mir leid, dass ich über solche Dinge schreibe. Aber ich muss mir das einfach von der Seele schreiben, weil diese Gedanken, wohl oder übel, einfach da sind. Sie schwirren andauernd in meinem Kopf rum und sind nicht wegzukriegen. Ich kann es niemandem erzählen, deswegen entschuldigt, dass ich euch mit sowas vollquatsche, aber das muss einfach mal raus.
Ich will damit niemanden verletzten, der Normalgewicht hat, weil ich es nur am meinem Körper so schrecklich finde, also versteht das bitte nicht falsch. Ich wünschte, ich könnte eines dieser Mädchen sein, denen man ansieht, dass sie sich wohl in ihrer Haut fühlen, was ich aber wohl nie schaffen werde. Ich würde noch zig weitere Kilos in Kauf nehmen, wenn ich dafür ein bisschen Selbstbewusstsein erlangen könnte, aber das ist etwas was ich nicht beeinflussen kann. Egal mit welchem Gewicht, auch als es bergaufging und ich versucht hab die neuen Kilos anzunehmen, hab ich mich doch nie wircklich wohl gefühlt.Ich konnte mich hinstellen und mir sagen, so bist du schöner, aber richtig durgedrungen ist es nicht. Genauso war es mit den Essgestörten Gedanken, nur weil ich sie ignoriert und verdrängt hab, waren sie doch nie ganz weg. Es ist sinnlos mir etwas vorzumachen, ich hab lange versucht mir einzureden, dass ich es aushalten kann, aber diesen Körper jemals zu akzeptieren erscheint mir unmöglich.

Meine jetzige Art zu essen würde ich auch nicht als gesund bezeichnen.Mal esse ich normal, dann kotze ich wieder, dann esse ich wieder zu viel oder wieder gar nichts. Solange mein Gewicht steht, interessiert das jedoch niemanden.Und ich muss sagen, dass es sogar mich selbst irgendwie ungewöhnlich kalt lässt. Ich erzähl einfach mal die Wahrheit ohne kleine, aber wichtige Details auszulassen.
Ich kam ja kurz vor den Herbstferien, glaube im September oder Oktober, nach Hause und anfangs hab ich wircklich gut gegessen. Im Nachhinein würde ich vielleicht sagen, sogar zu gut. Ich hab genau darauf geachtet genug zu essen, jedes Lebensmittel auf der Welt ausprobiert und mich tierisch aufs Essen gefreut. Ich hätte die ganze Zeit damit verbringen können.Als ich hier weiter Zunahm, war das für mich in Ordnung, schließlich hatte ich noch Untergewicht und konnte es mir erlauben. Außerdem hat man mir oft genug gesagt, dass sich das Gewicht irgendwann einpendeln würde, also hab ich darauf vertraut. Mir war es in dem Moment auch nicht so wichtig, es gab so viele neue Dinge die ich entdecken konnte. Das klingt komisch, aber es war wirklich so. Ich war zum Ersten mal seit langer Zeit mit meinen Freunden aus und hatte dabei richtigen Spaß. Ich hab mich dabei nicht mehr abnormal und unattraktiv gefühlt, sondern wusste, dass ich schlank, aber gesund aussah. Ich konnte mit Ihnen Essen gehen und auch wircklich essen, nicht nur anderen dabei zugucken. Ich musste nicht mehr morgens bis 12 Uhr schlafen, damit der Tag kürzer wurde und ich nicht mit Lebensmitteln konfrontiert wurde.Sondern konnte gemütlich mit meiner Familie frühstücken. Das waren komplett neue Erfahrungen, die ich mir früher immer verboten habe und jetzt plötzlich machen durfte. Diese Phase habe ich so wundervoll in Erinnerung. Ich würde sagen, zu der Zeit war ich am unbeschwertesten und glücklichsten.
Die Essgestörten Gedanken hab ich verdrängt, mich bewusst abgelenkt, weil ich sonst das Gefühl hatte, sofort zurückzufallen. Ich wollte mich ja nicht mit dem Thema beschäftigen, hab die Therapie abgebrochen und aufgehört mit meinen Eltern oder Freunden darüber auch nur ansatzweise zu sprechen. Jetzt muss ich sagen, dass das echt dumm war, aber zu der Zeit wollte ich mich einfach komplett davon abgrenzen.
Dann nahm ich weiter zu, bekam Normalgewicht und die Zweifel fingen wieder ganz leise an, sich aus meinem Hinterkopf zu melden. Kleinigkeiten, wenn ich zB. Einkaufen war und gemerkt hab, dass mir S passt und es sich nicht gut angefühlt. Oder als ich anfing mich mit meiner besten Freundin zu vergleichen, weil ich merken musste, dass ich fast die gleiche Figur wie sie hatte. Verrückt eigentlich, dass mich das beunruhigt hat, weil ich sie immer um ihren Körper beneidet hab. Trotzdem, früher waren wir Welten entfernt und die Veränderung erschien mir so groß.
Ende des letzten Jahres habe ich wieder angefangen Fotos von mir in Unterwäsche zu machen, um jede Stelle meines Körpers genau untersuchen zu können. Jeden Makel rauspicken und darauf rumreiten. Eigentlich harmlose Augenblicke, von denen es aber irgendwann immer mehr gab. Außerdem kamen die Probleme in der Schule dazu und ich hatte auch noch mein Höhstgewicht erreicht.T rotzdem wollte ich den Rückschritt nicht richtig wahrhaben und es weiter verdrängt. Darin bin ich wircklich Weltmeister, kann ich gut, bis zur Perfektion. Dass ich manchmal erbrochen und unregelmäßig gegessen habe, war mir schon bewusst, aber ich hab es halt als Ausrutscher abgestempelt, denen ich nicht so viel Aufmerksamkeit schenken musste.
Keine Ahnung wann das genau war, aber die Motivation zu kämpfen lies immer mehr nach und der Wunsch nach früher kam wieder zurück, also hab ich aufgehört dagegen anzukämpfen. Seit mir bewusst geworden ist, dass ich wieder zurückgefallen bin oder auch nie wircklich draußen war und diesen Gedanken auch zugelassen hab, erschüttert es mich nicht mehr. Was soll ich sagen, anscheinend hab ich versagt, aber nicht einmal das berührt mich wircklich. Es gehört schon wieder dazu, fest in meinem Leben verplant. Dabei hab ich mir damals geschworen nie wieder zurückzufallen, denn es war so viel Arbeit, mich zu überwinden in die Klinik zu gehen. Die ganzen Opfer die ich bringen musste und die Kraft die ich dafür aufgebraucht habe, das sollte ewig halten. Tja, das war nicht die einzige Vorstellung die sich nicht erfüllt hat. Ich kann sagen, dass ich es wircklich versucht hab. Ich hab das was ich in meiner Macht lag getan, mir Hilfe geholt, gegessen, zugenommen und trotzdem bin ich die Essstörung nicht losgeworden.


Übrigens bin ich nicht die Einzige, die gut im Verdrängen ist, meine ganzes Umfeld anscheinend auch. Sogar bei meinen Eltern habe ich das Gefühl, dass sie mich ignorieren, vorallem meine Mutter.Damit meine ich nicht mein Essverhalten, denn das ist allein mein Problem. Ich weiß, dass ich alt genug bin und sie nicht mehr in der Lage sind, sich darum zu kümmern. Nein, ich meine die Tatsache, dass ich schrecklich unglücklich bin, es aber scheinbar keinen interessiert. Niemand fragt mal ernsthaft nach. Ich kann es einfach nicht von mir aus ansprechen, das schaffe ich nicht. Es kommt mir so lächerlich vor, jetzt wo ich körperlich gesund bin, über diese verrückten Ängste zu sprechen. Wie soll ich erklären, dass ich die Magersucht schrecklich vermisse und mir in meinen geheimsten Gedanken wünsche, ein Jahr zurückspulen zu können. Ich diesen Körper verabscheue und mich damit nicht akzeptieren kann und will. Mein Leben für mich absolut keinen Sinn mehr macht und die Schule jeden Tag ein neuer Spießrutenlauf ist, weswegen ich mich von morgens bis abends am Liebsten nur in meinem Zimmer aufhalten würde. Ich innerlich total wütend bin, auf einfach alles und jeden, besonders auf meine Eltern. Man hat mir versprochen, dass wenn ich Normalgewicht hätte, alles besser werden würde. Wo soll dieses Glück sein, dieses normale, schöne Leben? Ich fühle mich total hintergangen, als hätte man mich angelogen, mir etwas versprochen, dass sich nicht erfüllt hat.Und jetzt stehe ich hier, habe den Schritt gewagt, den anderen vertraut und wurde dafür bitter enttäuscht. Ich bin so sauer, weil ich die Essstörung losgelassen habe. Den einzigen Halt den ich hatte, aufgegeben und mich getraut habe, weil man es mir so geraten hat. Ist der Lohn dafür, dass man mich jetzt im Stich lässt. Das Schlimmste ist, dass ich aus dieser Sache nicht mehr rauskomme, sie jeden Tag ertragen muss und mir nicht einmal jemand dabei hilft. Es ist ätzend und es fällt mir schwer morgens aufzustehen, weil es immer derselbe Ablauf ist.Ich weiß, dieses Thema wird nervig, aber die Schule ist einfach nur der Horror für mich. Ich bin in der 11 Klasse, von der Realschule aufs Gymnasium gewechselt und hab die Ersten Wochen wegen dem Klinikaufenthalt verpasst, was es noch schwieriger macht, Anschluss zu finden. Aber Allgemeine, scheinen die meisten Leute nicht unbedingt auf neue Kontakte aus und ich würde es nicht schaffen, über meinen Schatten zu springen und wircklich auf die anderen zugehen können. Klar, unterhält man sich manchmal, aber ich hasse Smalltalk und gute Freunde hab ich dort nur Wenige von früher.
Die Vorstellung, noch zwei-drei Jahre auf dieser Schule zu verbringen, erscheint mir unmöglich.Wenn ich etwas sage oder darauf anspiele, dass die Probleme in der Schule nicht einfach nur darauf basieren, dass ich mehr lernen und aus mir rauskommen muss, dann wird das ignoriert. Das wird schon mit der Zeit... Klar, aber wer zeigt mir, wie ich den nächsten Tag überstehen soll? Ich fühle mich dort so ungewollt und einsam, dass ich es nicht einmal schaffe vor dem Kurs zu sprechen. Mein Herz schlägt jedes mal so schnell, dass ich nicht die Luft hab, um ohne zu stottern einen Satz zu formulieren. Vor dem letzten Referat hatte ich Tage vorher schon Angst und währenddessen, haben meine Beine so gezittert dass ich Probleme hatte zu stehen. Ich komm mir vor, wie der letzte Trottel, vorallem weil mich keiner ernst nimmt und es wircklich nachvollziehen kann. Ich kann es ja selbst nicht, denn auch wenn ich von Natur aus schüchtern bin, so extrem unsicher war ich früher nie. Nicht einmal meine eigene Mutter versteht, wie schlimm das für mich ist. Ich fühle mich so dumm, weil ich es nicht einmal schaffe die simpelsten Dinge auf die Reihe zu kriegen und mich wie ein normaler Mensch zu verhalten. Dieses Problem anzusprechen ist mir sogar hier schon peinlich genug, denn mir ist klar wie gestört das klingt. Eigentlich bin ich nicht so, wenn ich mit meiner Familie oder Freunden zusammen bin, dann kann ich reden. Ich weiß, dass ich es eigentlich kann, aber in der Schule ist es ganz anders und ich hab das Gefühl, als hätte ich darüber keine Kontrolle mehr. Außerdem ist die Anstregung, diesen Druck Tag für Tag auszuhalten, unheimlich anstrengend und ich weiß wircklich nicht mehr, wie lange ich das noch durchhalte. Jeder Tag ist purer Stress für mich, nicht in kleinen Dosen über den Tag verteilt, sondern pausenlos da.
Und von Ausgleich kann man auch nicht reden, denn während der Woche hab ich keine Kraft noch etwas zu unternehmen. Die zwei freien Tage am Wochenende bringen da auch nicht viel. Nur was soll ich denn sonst machen, wie soll ich mich beweisen, wenn ich es nicht einmal schaffe, überhaupt darüber zu sprechen und mich zu zeigen. Ich komme mir mit 17 Jahren vor, wie ein hoffnungsloser Fall und bin nah dran, meine Zukunft an den Nagel zu hängen und das hinzuschmeißen. Das Einzige was ich sehe, ist, die Essstörung. Da wären wir wieder bei dem Thema, das nicht von mir wegzudenken ist. Ich wünschte, ich wäre schon so weit wie meine Schwester, die gerade erfolgreich ihr Abitur macht. Dann wüsste ich, dass ich schonmal die Grundlage für eine gute Zukunft hätte und erstmal ausprobieren könnte. Wie gerne würde ich weit weg von dem hier. Wenn ich jetzt aufhöre, werde ich das irgendwann sowieso bereuen, aber mir fehlt einfach die Kraft.



17.5.10 22:19


 

Heute ist endlich wieder einer dieser guten Tage.Das Wetter ist toll, ich gehe später zu Freunden grillen und fühle mich einfach wohl.Ich bin für meine Verhältnisse früh aufgestanden und dann mit meiner Mama spazieren gegangen.Es war wircklich schön, wir haben geredet, Fotos gemacht und die Sonne genossen.Solche Momente fehlen mir, früher hatte ich die ganz oft.

Ich habe seit einigen Wochen Schwierigkeiten mit dieser andauernden Müdigkeit, die ich einfach nicht loswerde.Langsam wird es zu einem Problem, weil ich in der Schule schon fast einschlafe und null Konzentration habe, was ich mir wircklich nicht leisten kann.Dann komme ich nach Hause, erledige was zu erledigen ist und gehe um 8 Uhr ins Bett.Ich verstehe nicht, wie man nach 10 Stunden Schlaf, trotzdem so kraftlos sein kann.Hab mir gedacht, dass es vielleicht daran liegen könnte, dass ich während der Schulzeit nichts mache, außer zum Unterricht zu gehen und zu Hause zu sitzen und mich das so schlapp macht.Aber als ich während der Ferien fast jeden Tag verplant hatte und irgendwas unternommen habe, hatte ich dieses Problem immer noch.Meine Mutter meinte, sie hatte das früher auch mal und wurde dann an der Schilddrüse untersucht, deswegen gehen wir bald zum Arzt und lassen das durchchecken.Denn das macht es mir nicht gerad einfacher, mich zu motivieren, mehr am Leben teilzunehmen.

Ich stelle gleich ein paar Bilder von heute morgen auf den Fotoblog (: schönes Wochende euch allen
17.4.10 16:19


 

Ich nehme mir so oft vor, endlich mal wieder etwas zu schreiben, aber irgendwie weiß ich nie, wie ich meine Gedanken formulieren soll.Im moment geht mir so viel durch den Kopf.Die Schule macht mir Schwierigkeiten, ich habe einen riesen Hass auf mich selber und krieg es einfach nicht hin, das irgendwie zu ignorieren.Wenn ich von der Schule komme, dann schlafe ich erstmal bis abends durch und sitze danach auch nur in meinem Zimmer rum.Ich weiß nicht, ob ich einfach zu hohe Erwartungen habe, aber unter Leben hab ich mir etwas anderes vorgestellt.Zum Glück hab ich ab morgen zwei Wochen Ferien, da geht es mir immer viel besser.

Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll, aber es gibt Momente, da bin ich so angeekelt und wütend auf mich, dass ich nicht weiß wie ich das rauslassen soll.Ich fühl ich mich so hilflos, dass ich mir am liebsten irgendwie wehtun würde.Keine Angst, das mache ich nicht.Es fällt mir nur unheimlich schwer, mich so wie ich jetzt bin, zu ertragen.Jeden Tag denke ich darüber nach, wie es war noch extrem dünn zu sein.Dieses Gefühl verfolgt mich überall hin, wenn ich zB. an Orten von früher bin, dann verbinde ich das sofort damit.Ich weiß, es ist so blöd sich auf diese Zahlen zu fixieren, aber ich krieg das nicht aus meinem Kopf.Ich vermisse es so sehr und es kommt mir vor, als wäre dieser Zustand unerreichbar.Dieser Körper in dem ich jetzt stecke, den halte ich nicht aus.Wenn ich den Spiegel gucke, was ich aus diesem Grund schon gar nicht mehr mache, kommen mir sofort die Tränen.Versteht mich nicht falsch, ich fand mich früher nicht dünn, aber ich wusste dass ich es war.Jetzt bin ich es definitiv nicht mehr.Das war immer mein Alptraum, dass ich zunehme, aber immer noch nicht glücklich bin und diese Gedanken habe.

Wenn ich das so lese, wird es mir erst richtig bewusst.Und ich wünschte, es wäre nicht so.Das macht mich schon wieder so wütend, dass ich mich nicht einfach damit abfinden kann.Ich hasse es, dass ich mich selbst über sowas Oberflächliches definiere und nicht die Kraft hab, mich anders zu beweisen.Aber es macht mir alles so unheimliche Angst und ich fühl mich nicht stark genug.Ich hab nichts anderes, das hungern und dünn sein war das einzige was ich konnte.Das ist es, was ich jetzt so schmerzhaft erfahren muss.Ich hab keine wunderbare Persönlichkeit die jetzt zum Vorschein kommen kann, ich bin in nichts wircklich gut, ich bin nicht offen und witzig, keine angenehme Gesellschaft,...das alles weiß ich.Keine ahnung, was ich machen oder verändern soll.

 

25.3.10 22:36


Meine persönlichen Saboteure des Glücks


Denke permanent schlecht von dir

Mach stets gute Miene zum bösen Spiel

Vergleiche dich stets mit anderen

Sei nie mit dem zufrieden, was du hast

Zeige nie deine wahren Gefühle

Glaube, dass du dich nicht ändern kannst

Zweifle an deinen Fähigkeiten

Sei überzeugt, dass du ein Pechvogel bist

Gehe allen Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten aus dem Weg

Mach dir Sorgen um das Morgen

Bemühe dich, es allen recht zu machen

Reg dich ständig über Ungerechtigkeiten auf

 

( noch aus der Klinik)

28.2.10 22:59


 

Ich weiß nicht was mit mir los ist.Dauernd muss ich weinen, bin wütend oder einfach nur traurig.Am liebsten würde ich das laut rausschreien, damit man mich in Ruhe lässt.Immer verlangen alle, dass es einem gut geht.Wenn jemand nachfragt, dann interessiert es ihn eigentlich gar nicht.Falls mal etwas nicht in Ordnung ist, dann entstehen nur wieder Probleme und die will doch in Wahrheit keiner hören.Vorallem wenn sie so klein und unbedeutend erscheinen.Ich finde es unglaublich anstrengend, so zu tun, als würde alles immer prima laufen.Allein die Tatsache, dass ich mich morgen früh wieder mit einer Freundin treffe und dort gesprächig und lächelnd erscheinen muss.Und das, obwohl mir zum heulen zumute ist.Was wenn ich es einfach zulassen würde, was sollte ich dann sagen, welches Recht hab ich bitte unglücklich zu sein?Genau gar keins, mir fällt selbst nichts ein.Womit soll ich begründen, dass ich mich verabscheue und mir manchmal wünsche einfach nicht mehr da zu sein.Eine Person aus der Klinik, weiß ansatzweise davon und das nur, weil es ihr genauso geht und sie die einzige ist mit der ich darüber reden kann.Ich hab das ansonsten niemandem gesagt und erlich gesagt, will ich das auch in Zukunft nicht tun.Ich will nicht die wenigen guten Menschen in meinem Leben vergraulen.Niemand kann sich sowas dauernd anhören, das wäre nur natürlich.Mir kommt es vor, als würde ich alle enttäuschen.Euch, meine Familie, vorallem mich selber.Ich hab die Hoffnung geweckt und auch selber daran geglaubt, dass alles schon irgendwie werden, sich normalisieren würde.Aber nein, peng wieder ein Eintrag mit Rumgejammer.Wieso kann ich es nicht einfach mal gut sein lassen, andere kriegen es doch auch hin.Und langsam ist es irgendwo auch nervig.Sie würden es wahrscheinlich nicht aussprechen, aber zumindest denken.Nämlich, dass ich mich nicht so anstellen soll.Schließlich gibt es keinen Grund, wieso es mir nicht gut gehen sollte.So schwer kann das doch nicht sein, einfach mal zufrieden zu sein, das schaffen andere doch auch.Oder fällt es manchen Menschen einfach nur leichter?Wieso krieg ich das nicht hin?

Am Liebsten würde ich alles aufgeben.Die Schule hinschmeißen, aufhören zu essen, andauernd schlafen und in den Tag hineinleben.Nicht dauernd diese Fassade aufrecht erhalten müssen.So blöd sich das anhört, aber es macht mich irgendwo glücklicher als dieser Zustand jetzt.Ich bin nie fähig das zu tun, was ich wircklich will.Eigentlich will ich morgen nicht nach der 8std. Unterricht noch zur Spanisch Nachhilfe und die restliche Zeit mit meiner Englisch Lektüre verbringen...was solls, genaugenommen hab ich keine Wahl.Natürlich werd ich den Tag planmäßig einhalten und es nicht schaffen meinen Willen durchzusetzen.Keine Ahnung, ob das im Endeffekt gut ist oder schlecht.

Seit mir nicht böse, ich weiß, dass das eigentlich keiner hören will.

 

wunderschönes Lied  (:

7.2.10 23:53


Tut mir leid, dass ich mich schon wieder so lange nicht gemeldet hab.Irgendwie geht die Zeit so unheimlich schnell um, inzwischen hatten wir schon Weihnachten^^.Es gibt aber auch nichts besonderes zu erzählen, halt den gleichen Kram wie sonst auch.Hab übrigens gerad erst die letzten Kommentare gelesen, weil ich von mylog nie eine Mail krieg, also nicht wundern, dass ich noch nicht geantwortet hab.

Morgen fängt nach 2 Wochen Praktikum wieder die Schule an und ich hab jetzt schon Panik vor dem ganzen Stress, der auf mich zukommen wird.Außerdem krieg ich mein Zeugniss und das ist einfach nur schlecht.Wird kein angenehmer Tag werden.
Was gibt es sonst noch?Genau, Schnee.Es ist so verdammt kalt und ungemütlich draußen, dass ich nur rausgeh wenn es sein muss.Ich gehöre definitv zu den Leuten, die ständig und vorallem auch in geschlossen Räumen frieren.Zudem hab ich einfach keine Klamotten für so ein Wetter.Das sind Temperaturen, bei denen mir die Zähne nonstop klappern und mir vor Kälte schlecht wird, dass ich am Liebsten sterben würde.Ich frag mich ernsthaft, wie ich das im letzten Winter überlebt hab.Es ist jetzt genau ein Jahr her, als es so mit dem Gewicht runter ging und meine Eltern Aufmerksam wurden, als das mit Therapie und Klinik ins Rollen kam.Meine Mutter lag letztens bei mir und meinte, dass sie unheimlich froh ist, dass es jetzt vorbei ist und wie schrecklich diese Zeit war.Ich hab ihr zugestimmt, aber ich muss ich zugeben, dass ich genau das auch vermisse und mir zurückwünsche.Es ist irgendwie peinlich, aber ich hab mich nicht mehr ansatzsweise so unter Kontrolle wie früher.Ich denke ständig ans Essen und könnte eigentlich immer weiter machen, wenn ich nicht solche Angst um mein Gewicht hätte.Es ist nicht so, dass ich mehr esse als andere, aber ich hab immer Lust dazu, auch wenn mein Tagesplan ganz normal aussieht.Ich kann nicht sagen, dass ich nichts mehr will wenn ich aufhöre, sondern nichts mehr darf.Dadurch hab ich das Gefühl, mich ständig einschränken zu müssen.Außerdem hab ich mein neues Höchstgewicht von 54kg erreicht und fühl mich nicht im stande das zu ändern.Was soll ich machen?Wieder anfangen weniger zu essen, vielleicht 2-3kg abnehmen und dann wieder zunehmen.Ich will nicht mein Leben lang darauf achten müssen, dass ich eine bestimmte Zahl halte, wie soll ich denn da von diesen ganzen Gedanken loskommen.Auf der anderen Seite, gefalle ich mir so überhaupt nicht und verbringe viel Zeit damit, mich genau damit zu beschäftigen.Es ist, als wäre das nicht mein Körper, in dem ich jetzt stecke.Der den ich immer kannte, sah nie so aus und es fällt mir verdammt schwer mich damit abzufinden.Es ist so frustrierend, wenn einem fast alle Hosen zu klein geworden sind und sogar die Schuhe drücken, weil man überall Gewicht zugelegt hat.Ich hab jetzt mit Sport angefangen und will versuchen mich gesünder zu ernähren, vielleicht hilft das ja.Es kommt mir vor, als würde ich einen riesen Schritt zurück machen, aber ich hab auch keine Ahnung wie ich nach vorne kommen soll.Ich will einfach nur, dass das alles endlich aufhört.Erlich, ich hab den ganzen Scheiß so satt.Ich weiß noch, wie motiviert ich in der Klinik war und wir uns die Zukunft so rosig vorgestellt haben.Ich war mir sicher, dass ich nie wieder dahin zurück gehen wollen würde.Jetzt bin ich am sogenannten Ziel und es ist irgendwie enttäuschend.Natürlich gibt es auch Momente, da bin ich glücklich darüber, aber zur Zeit fällt es mir so schwer.Das hört sich vielleicht so an, als hätte ich schon aufgegeben, aber das stimmt so nicht.Ich will mich nicht wieder in die Essstörung stürzen.Auch wenn es verlockend ist, so schnell geb ich sicher nicht nach.Wenn ich mir vorstelle, wie sehr ich gekämpft hab und was ich dafür alles durchstehen musste, ist mir das zu wertvoll um es einfach aufzugeben.

Ich hab seit neustem Hörbücher für mich entdeckt.Mir fällt es manchmal schwer einzuschlafen und das obwohl ich hundemüde bin, dann kann ich auch nichts mehr lesen oder mich anders beschäftigen.Aber so im Bett zu liegen und eine Geschichte zu hören ist wircklich entspannend.Ich hab mit "Das Spiel des Engels" von Carlos Ruiz Zafón angefangen, das ist sozusagen die Fortsetzung von "Der Schatten des Windes".Das Buch hab ich damals in der Klinik gelesen und es hat mir unheimlich gefallen.Den Zweiten Teil fand ich nicht ganz so gut, aber vorallem als Hörbuch schön.Jetzt mach ich mit Joy Fielding weiter, weil ich durch meine Mutter schon viel von ihr gelesen hab.Ich weiß, als Gutenachtgeschichten passen ihre Bücher eigentlich überhaupt nicht.Keine Ahnung wie ich das beschreiben soll, sie schreibt spannend, aber trotzdem immer sehr ruhig find ich.Also geh ich jetzt lieber ins Bett,

Gute Nacht (:

 

31.1.10 22:43


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