mo & bsd

 

hey (:

Mir ist aufgefallen, dass ich schon länger nichts mehr geschrieben hab, das liegt einfach daran, dass es nichts spannendes zu erzählen gibt.Der Alltag lässt einen nicht los und jeder Tag sieht gleich aus.Ich quäl mich jeden morgen aus dem Bett, lauf zum bus, während es regnet und stürmt und ich immer noch friere.Krieg wiedermal keinen Sitzplatz, weil alle Leute in den vollen Bus stürmen, steh ich dann zwischen den ganzen Menschen und denke mir, dass ich dort nicht hingehöre.Irgendwie schaff ich es durch den Schultag zu kommen, während ich im Unterricht wiedermal nichts sage, stattdessen den Blick auf einen belibiegen Gegenstand oder aus dem Fenster gerichtet vor mich hin träume und mich wegwünsche.Fahre dann nachmittags zurück, in dem nicht mehr ganz so vollen Bus, lese währenddessen um mir die endlose Fahrt zu versüßen.Dann laufe ich wieder zu Hause, so schnell es geht, dann heißt es Essen, Fernseher, Hausaufgaben, Pc, Buch, ins Bett und einschlafen.Und das immer und immer wieder.Dann kommt zum Glück das Wochenende, da krieg ich die Motivation für die Woche her, nur die Aufteilung ist so blöd .

Wie ihr vielleicht merkt läufts nicht wircklich berrauschend, auch nicht unheimlich schlecht, aber es ist immer das selbe.Außerdem häufen sich irgendwie alle Probleme.Erstmal die Schule, sie überfordert mich einfach und komme im Unterricht nicht hinterher.Zum Glück sind bald Ferien, ich brauch wircklich dringend eine Pause.Das hört sich sich so an, als wäre ich einfach zu faul um irgendwas zu leisten, aber es ist nicht so, dass ich lieber zu Hause bin und nichts tue.Ich weiß ja, keinem gefällt es unbedingt zur Schule zu gehen, aber ich hab das Gefühl das macht mich kaputt.In der Hinsicht, dass mein Leben fast nur daraus besteht und ich die ganze Zeit nur etwas mache was ich hasse.Ich weiß, das klingt schrecklich verwöhnt, mein Gott der Alltag besteht halt aus Schule und Arbeit.Ich schäm mich dafür, dass ich nie zufrieden sein kann, meine Erwartungen vom Leben sind einfach viel zu hoch und nicht realistisch.Ich verlange unmögliches, das weiß ich und trotzdem enttäuscht mich das Leben immer wieder.Es ist einfach so, dass ich mehr will als das, nur was das genau sein soll, weiß ich selbst nicht.Wahrscheinlich geht es den meisten Menschen ähnlich und es gehört einfach dazu, wer ist denn schon andauernd glücklich?-Nur mir fehlt einfach der Ausgleich, der mich das durchstehen lässt.Früher gings mir eigentlich genauso, nur da hat es mich nicht so sehr gestört, weil für mich sowieso nur die Krankheit gezählt hat.Das war mein Halt damals und jetzt spür ich wieder wie sehr mir das fehlt.Da hab ich mir meine eigene kleine Welt gebastelt und darauf beruht, dass es später besser wird.Aber der Alltagstrott ist immernoch der selbe und obwohl ich jetzt esse und ein gesundes Gewicht habe, spür ich in der Hinsicht keine große Veränderung.

Ich bin im moment übrigens nicht mehr in Therapie.Ja ich weiß, das sind vielleicht nicht die besten Vorraussetzungen, aber es hatte keinen Sinn mehr weiter dorthin zu gehen, weil es mir einfach nicht geholfen hat.Eher im Gegenteil, ich hatte jedesmal schlecht Laune und war die ganze Zeit gereizt, weil ich zu diesem blöden Termin musste.Ich war vor kurzem in der Praxis und da kamen die ganzen Erinnerungen von früher hoch.Als ich nur zum wiegen dort war und die Ärztin mir immer gedroht hat mich einzuweisen und das, obwohl ich schon auf der Warteliste für die Klinik stand.Sie hat so unheimlich übertrieben und nicht verstanden wieso ich nicht einfach essen und zunehmen konnte.Ich hatte, glaub ich, noch nie einen solchen Hass auf einen anderen Menschen.Außerdem hab ich nach den 11Wochen in der Klinik erstmal genug von den ganzen Therapien.Das schlaucht unheimlich und ich will jetzt lieber etwas Abstand von dem Thema.Wie soll ich es sonst schaffen, dass sich meine Gedanken nicht mehr so oft ums Essen drehen.Denn das ist definitiv noch nicht weg und es wird auch sicher noch etwas dauern.Aber eins kann ich zum jetzigen Zeitpunkt versprechen, nämlich dass ich nicht wieder anfangen werde zu hungern.Ich will das auf der einen Seite so sehr, aber mir ist auch klar, dass ich nicht so schnell nachgeben werde.Ich muss mir immer wieder sagen, dass dieser Wunsch nicht zu mir, sondern zu der Krankheit gehört.Eigentlich will ich nicht wieder zurück und mein neues Leben aufgeben.Es hat unheimlich viele schöne neue Seiten und auch wenn sich das gerad nicht so anhört, ich bin glücklicher als vor der Klinik.Um einiges!

küsschen

10.12.09 21:29
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


tin / Website (11.12.09 17:09)
mmh.. läuft denn jeder deiner tage so ab? gehst du nicht weg, triffst dich mit freunden, hast termine oder kaufst ein? ich mache so viel, da freue ich mich auch mal in ruhe zu hause zu bleiben :D
was ist denn mit den fotos? hat es nicht geklappt?

küsschn
und antwort wahrscheinlich morgen, muss arbeiten
aber danke!


cumy / Website (17.12.09 15:50)
Schön, wieder etwas von dir zu lesen, auch, wenn es zur Zeit nicht so wunderbar läuft...
Alles, alles Liebe <3


MaryLu (18.1.10 01:28)
Ich war am weinen als ich deinen Eintrag fertig gelesen hatte...

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